erschienen in der HOW TO #3 – Clown
von Jasmin Sidki
Endlich ist es raus: Clowns sind nicht witzig. Clowns sind eigentlich eher nervig, wenn nicht sogar zum Fürchten. Das hat gerade zumindest die Sheffield Studie festgestellt, die Kinder im Alter zwischen 4 und 16 Jahren über die optische Gestaltung von Kinderstationen befragte. Danach gruselten sich viele vor den bildhaften Darstellungen der Clowns und wünschten sich lieber Bilder von Comicfiguren oder Fußballspielern an der Wand. Im ersten Moment können viele, wie auch ich, dies sicher bestätigen. Da kommen irgendwelche Typen daher, malen sich bescheuert an und machen schlechte Witze, oft auch auf Kosten anderer. So weit, so gut. Ein kleiner Zweifel, dass diese Meinung vielleicht ein bisschen zu kurzsichtig sei, weckt ein leises Interesse an dieser Gestalt. Und das wirft Fragen auf wie: Was ist das eigentlich - ein Clown? Was steht hinter diesem Begriff? Welcher Sinn und welche Bedeutung stehen damit in Verbindung? Irgendetwas muss es geben, das erklärt, warum die Figur des Clowns in der Philosophie, der Sozialwissenschaft und Ethnologie, wie natürlich auch in der Theater-, Kunst-, Film- und Literaturwissenschaft immer wieder auftaucht. Auch Walter Benjamin und Theodor W. Adorno befassten sich mit der Figur des Clowns. So bezeichnet Benjamin ihn als den »Meister der abstrakten Physis«. Und das Lexikon sagt über den Begriff Clown:
[klaun; englisch, »Tölpel«] Spaßmacher, Hanswurst; ursprünglich die lustige Figur in englischen Bühnenstücken der Shakespearezeit, in der sich seit Anfang des 19. Jahrhunderts Elemente der englischen Pantomime, der italienischen Harlekinade und der Akrobatik mischten; in Zirkus und Varieté entwickelten sich unterschiedliche Typen, z. B. Sprechclown, Dressurclown, Musikclown.
So ist dieser Artikel ein Versuch, den Spuren des Clowns zu folgen und ein bisschen mehr zu erfahren über diese vielfältige und widersprüchliche Figur:
Ur Spuren
Begriffsgeschichtlich hat das Wort Clown verschiedene Ursprünge. Nach einigen Quellen geht der Begriff auf die Manegenkomik zurück. Unter Claude der Bauer gab es im 18. Jahrhundert humoristische Kunstreiterparodien, die das Publikum belustigten. Aus dem französischen Wort für Bauer colon und dem Namen Claude soll durch eine Lautmischung der Begriff claune entstanden sein. Eine erste Reitparodie unter diesem Namen ist auf das Jahr 1817 zu datieren. Es wird angenommen, dass sich hieraus im Englischen das Wort Clown entwickelte, das sich später zu einer Bezeichnung für die Manegenkomiker auch in anderen Sprachen etablierte. Der Begriff colon stammt aus dem Lateinischen von colonus. Eine Wortbedeutung hierfür ist Kolonist, dessen Eigenschaften interessante Assoziationen aufweisen. Denn Neuland entdeckt der, der aus der überschaubaren und gesicherten Gemeinschaft auszubrechen vermag. Das Unbekannte, das Neue findet sich durch das Ausbrechen aus den altbekannten Normen und Regeln, dem Hinterfragen der Werte und Traditionen und dem Bruch mit dem Eigentlichen.
Eine weitere etymologische Erklärung des Begriffs Clown weist auf den Ursprung im Theater zur Zeit von Shakespeare hin und teils Früher. Der Begriff Clown stand hier bereits schon um die Mitte des 16. Jahrhunderts für eine komische Bühnenfigur. Man denke an Shakespeares Sommernachtstraum und die darin auftauchende lustige Truppe von Handwerkern, in Hamlet an die Totengräber oder an den Spaßmacher Lancelot Gobbo im Kaufmann von Venedig.
Wieder andere Quellen verweisen auf das spätmittelalterliche England, wobei der Clown als Synonym für eine alltagssprachliche und abfällige Bezeichnung von Personen steht, deren Verhalten nicht den damaligen Vorstellungen entsprach. Im Deutschen ist dies gleichzusetzen mit dem Begriff Tölpel oder Bauerntrampel. Daraus soll sich später der Oberbegriff für Schauspieler entwickelt haben, die auf der Bühne versuchen, durch rüpelhaftes Verhalten Komik gezielt herbeizuführen. Daraus begründet sich die Bezeichnung von Personen, Narren und lustigen Figuren als Clowns auf der Bühne und auch im alltäglichen Leben.
So weit die begriffsgeschichtlichen Ursprünge in Europa. Auch in anderen Kulturen finden sich clowneske Figuren. Doch ist dort die Rolle des Clowns nicht allein die eines Spaßmachers und Komikers, sondern er besitzt auch eine soziale Funktion. Das Infragestellen von Normen, das Durchbrechen von Regeln soll den Blick öffnen für das Andere, das Gegenteilige. Er stellt sich dem Heiligen und Unantastbaren gegenüber. Er steht für den Gegensatz, der ebenso Bestandteil einer gesellschaftlichen Einheit ist. Bei einigen Natur- und Stammesvölkern steht der Clown in Verbindung mit religiösen Ritualen. Chühü’wimkaya nennt man die Clowns der Hopi Indianer. Während der heiligen Tänze sorgen sie für Unruhe und Chaos, indem sie scheinbar den Verlauf des Rituals stören, respektlos das Heilige und Geistige verspotten und sich alle Freiheiten herausnehmen, um zu belustigen und anzuecken. Der Clown der Indianer mit all seinen vielfältigen Erscheinungsformen gilt als Gegenteiler zu den Stammesheiligen. Ihm kommt die Funktion zu, sich der religiösen Ordnung und den heiligen Würdenträgern entgegenzustellen, an der Stammesordnung zu rütteln und Verabsolutierung des Göttlichen entgegenzuwirken, Dabei betont er das Andere und die Wirklichkeit, die nicht nur den Regeln und Bestimmungen der Heiligen und Priester gehorchen. Er verweist das Geistliche auf den Boden der Realität, wendet sich gegen die Allmacht der Religion. Rituale und Zeremonien werden dadurch transparent gemacht. Denn auch sie sind nur von Menschen geschaffen worden.
In diesen Kulturen wird Ganzheit durch die gleichzeitige Existenz zweier Pole definiert – Gegensätze bilden eine Einheit, denn Dasein ist immer auch widersprüchlich. Oder anders gesagt: Die Gleichzeitigkeit von Würdevollem und Lächerlichem, von Humor und Ernsthaftigkeit ist die wahre Interpretation von Wirklichkeit. »Bei den Indianern«, so schreibt Anette Fried, »begegnen wir dem Clown in seiner ursprünglichsten Form«. Er will vor starrer Norm, Routine und Konformismus bewahren und an die Vielfalt und Lebendigkeit des Alltags erinnern. Das Lachen öffnet das Bewusstsein, reinigt und befreit die Seele und das Herz von Angst und Misstrauen.
Die historischen Spuren des Clowns lassen sich in Europa weniger bruchlos zurückverfolgen. Der Clown als Gegenteiler zu Heiligem, Herrschaft und religiöser Unberührbarkeit ist in der abendländischen Kultur um 1600 verschwunden. Noch um 1200 fand man während kirchlicher Rituale clowneske Figuren als Bestandteile dieser Prozesse. Auch findet man ihn in den frühmittelalterlichen Mysterienspielen als Darsteller der guten und bösen Seelen Verstorbener wieder, wo er mit seinem weißen Gesicht und roten Haar an die Darstellung des heutigen Clowns erinnert. Doch das narrenhafte Treiben und das spöttische Kratzen an Heiligem und Geistlichem, das Antasten von Tabus und Absolutionen, wurden in der westlichen Religion nicht geduldet und daher gründlich ausgerottet. Der klägliche Rest dieser Tradition ist der heutige Fasching.
Da unser kategorisches Denksystem eine Gleichzeitigkeit von Ambivalenzen wie Gut und Böse, Himmel und Hölle, Moral und Trieb, nicht zulässt, bleibt dem eigentlichen Clownsmotiv somit wenig Entfaltungsraum. So verließ der Clown die Bühne der religiösen Zeremonien und wanderte aus zum Theater, in den Zirkus und an die Höfe.
Komische Spuren
Dort trifft man ihn wieder als Hofnarr und als Narr und komische Figur im Theater, wo es ihm ebenfalls nicht allzu gut erging. Noch in William Shakespeares Dramen ist die Mischung aus Tragik und Komik, Humor und Drama, wie in den mittelalterlichen Spielen zu finden. Doch mit dem so genannten Hanswurst-Verbot wurde die komische Figur 1770 auch aus dem Theater verbannt. Begründet wird das durch die im Zuge der Aufklärung entstandene Trennung von Tragödie und Komödie. Die komische Figur wurde zu einer nicht gern gesehenen rüpelhaften Gestalt und zu niederer Kunst erklärt. Das Widersprechen und Hinterfragen der bestehenden Normen und Werte durch die Darstellungen des Clowns soll den belehrenden und wertgetreuen Spielen auf der Bühne weichen. Der Clown und seine großen Motive des Hinterfragens der bestehenden Regeln, Konformitäten, ja des Herrschenden und Mächtigen, das, was ihn als Anarchisten ausweist, wird hier immer weiter beschnitten. Die Komödie, wie wir sie kennen, hat durch diese Entwicklung viel an Glanz und Zauber verloren. So ist sie zu einem gesitteten Schauspiel geworden, worüber Anette Fried sagt: »Am ehesten erinnern noch die schrulligen Typen des Millowitsch, Ohnsorg und auf dem Komödienstadl an die lustige Person von einst. Clowns … ? Dazu fehlt auch hier das archaische, naturhafte und anarchische Element, eine urwüchsige Explosivkraft, die sich in Rede, Gebärde, Tanz und Gesang ekstatische Entäußerung verschafft. Witzig sind sie halt, die modernen Spaßvögel, aber von urtümlicher Komik oder gar Humor ist auf neudeutschen Schauspielbühnen und in Boulevardtheatern wenig zu spüren.«
Doch aller Ausrottungsversuche und Beschneidungen zum Trotz war der Clown nicht totzukriegen. An freien Bühnen, in Gauklertruppen und in Volksbräuchen fand er in den vielfältigsten Figuren Ausdruck. Vom Hanswurst zum Harlekin, von Columbina zu Franceschina und unter noch vielen weiteren Namen lebt die komische Figur weiter. Hier beginnt die Zirkuskarriere des Clowns. Der Vorläufer war, wie zu Beginn schon erwähnt, die Manegenparodie Claude der Bauer, woraus der Name Clown entstand. Ein wesentlicher Eckpfeiler in der Entwicklungsgeschichte des Zirkusclowns ist die Figur des Dummen August, eine Figur kreiert von Tom Belling und berühmt geworden im Zirkus Renz. Daraufhin erscheint Dummer August gemeinsam mit dem Weißclown oft in der Konstellation als komisches Paar. Diese Kombination entspricht einem Duo aus Lehrer und Kind, Dummen und Wissenden. Sie verkörpern Gegensätze, die eine Einheit bilden. Erinnert das nicht stark an das Clownsmotiv der Indianer? Versöhnung der Gegensätze, die Einheit des Seins ist es, was sie symbolisieren.
Sodann entstanden weitere vielfältige Formen des Clowns in der Manege wie der Teppichclown, der Zwischenakt-August, Entréeclown, Sprechclown, Akrobatikclown, Tierclown, Exzentrikclown usw., um nur einige zu nennen Doch war die Position des Clowns abhängig von seiner Leistung und den Publikumserfolgen. Die spielerische Kunst des Clowns im Zirkus stand somit unter dem Primat des Ökomischen. Einigen Akteuren gelang es dennoch zu wahren Größen der zirzensischen Manegenkomik zu werden. Zu nennen sind hier Oleg Popow (1930), die berühmten Fratellini (ca. 1877 – †1961), Joseph Grimaldi (1799 – †1837), Charlie Rivel (1896 – †1987) und der große Clown Grock (Adrian Wettach 1880 – †1959), dessen Nummer mit Stuhl und Geige noch heute als »nit möööglich« in Erinnerung ist.
End Spuren
Weiter geht es auf den Spuren des Clowns mit der Erfindung der bewegten Bilder, des Films, und beginnend mit dem Stummfilm. Komische Figuren aller Art lassen sich in der Stummfilmära und auch noch in den Anfängen des Tonfilms zuhauf finden. Der komische Film – der Slapstick –
bringt einige bis heute bekannte Größen hervor. Neben Harry Langdon, Ben Turpin und Harold Lloyd sind das Duo Stan Laurel und Oliver Hardy sowie die skandinavischen Komiker Pat und Patachon große Namen des frühen komischen Films. Natürlich allen voraus ist Charlie Chaplin (1889 – †1977). Er beeinflusste mit seinen Filmen einige clowneske Darbietungen und große Namen wie Charlie Rivel nannten ihn ihr Vorbild. Chaplin gilt als einer der unangenehmsten und politischsten Filmkomiker, was ihn zu einer Widerstandsfigur machte. Um es in Kurt Tucholsky’s Worte zu fassen, ist Chaplin »wie alle großen Komiker, ein Philosoph«. Doch nicht zu vergessen ist auch Buster Keaton (1896 – †1966), dem, als Gegenpart Chaplin´s, alles schief geht, was schief gehen kann. Auch Karl Valentin (1882 – †1948) ist in diesen Reihen zu nennen, der als einer der Bitterbösesten unter den Komikern galt.
Mit Aufkommen des Tonfilms kommen neue komische Figuren hinzu wie beispielsweise die Marx Brothers, Hans Moser, Jerry Lewis und Jacques Tati. Doch immer mehr verliert der Clown von seinem ursprünglichen Leitmotiv. Die Komödien werden sachlicher, Anstößigkeit wird vermieden. Moralisch vertretbar, aber farb- und leblos, von anarchistischem und archaischem Grundgedanken gesäubert, präsentieren sich die neuen Komiker des Films. Das Aus für den Clown und das Aus für die kritische Filmkomödie. Ab diesem Zeitpunkt verlieren sich die Clownsspuren im Sande.
Vereinzelt trifft man noch auf manch einen großen Akteur wie den Clown Dimitri, der bis heute erfolgreicher Solist ist und seine eigene Clownsschule in Verscio betreibt. Auch der Clown Galetti ist mit seiner Seilkunst ein grandioser Exzentrik- und Akrobatikclown. Doch eine wiederbelebende Bewegung der Clownskultur ist nicht in Sicht. Ein zunächst erfolgversprechend aussehender Versuch dieser Art waren die Clown-Power-Bewegung und das Fool-Theater initiiert durch Jango Edwards. Die Figur des Clowns erschien hier, befreit aus Manege und Beschränkungen durch die Bühne, als eine eigenständige Disziplin in einem freien Theatergeschehen. Leider wurden die Hoffnungen auf eine große Renaissance des Clowns zerschlagen. Zum einen da sich der Wirkungskreis nur auf eine bestimmt Fan-Gemeinde beschränkte, zum anderen da der enorme Andrang, gleich einer Modewelle, zu Unübersichtlichkeiten von Darstellern und Konzeptionen sowie zu unprofessionellen Aktionen führte. Auch das Fool-Theater wurde eher zu einem Freak-Theater, »in welchem der Freak-Zuschauer sich von seinem Freak-Clownsidol in seinen Vorurteilen bestätigen lässt« und somit eher reaktionistisch und mit aufgesetztem Anarchismus erscheint.
Mit dem Fall der Clown-Power-Bewegung Ende der siebziger Jahre blieb die Profession des Clowns in einer Krise zurück. Einige wenige Akteure wagen den Versuch einer Wiederbelebung der Clownskultur und Initiierung eines zeitgemäßeren Clowntypus, doch bis heute ist sein wahres Bild verwischt und eine Fortsetzung des Weges des Clowns wurde noch nicht geleistet.
Spuren Suche In Anbetracht dieser Entwicklung wundert es nicht, dass der Clown für tot erklärt wurde. Der Clown Dimitri konzipierte 1978 das Stück Il clown è morto, evviva il clown! und in dem TV-Film von Federico Fellini I clowns, wird ebenfalls der Tod des Clowns dargestellt. Das, was uns heute auf Bildern, in Unterhaltungsshows und anderen modernen Freak-Inszenierungen als Clown angepriesen wird, erinnert nur wenig an die großen clownesken Motive des Hinterfragens, Entgegensetzens und Wahrheitenaufzeigens. Clown ist also nicht gleich Clown!
Der Clown, wie er gerade vorgestellt wurde, ist heute nicht mehr oder kaum noch wiederzufinden. Was also ist er nun, der Clown? Es wird ihm mit Sicherheit Unrecht getan, wenn man ihn nur als witzige Gestalt betrachtet, mit der Funktion, das Publikum zu unterhalten. Der Clown ist mehr als Unterhaltungsdiener in der Zirkusarena und im Krankenhaus. Meist hat die Clownsfigur, wie wir sie kennen, wenig zu tun mit der ursprünglichen Idee einer anarchistischen, tabubrechenden Gestalt. Der heutige Clown ist nicht mehr als ein bis zur Unkenntlichkeit verwischter Rest einer großen Figur. So wundert es nicht, dass die Kinder aus der Sheffieldstudie eher mit Befremden die Clownsbilder an der Wand betrachten, wissen sie doch mehr über Comicfiguren als über jene komischen Gestalten.
Was also bedeutet nun der eigentliche Clown? Der Clown steht für eine Idee, ein innerseelisches Motiv und archetypische Grundzüge. Er blickt auf eine lange Geschichte zurück und findet sich in vielfältigen Kulturen wieder. Widerspruch und Gegensatz sind Aspekte der clownesken Taten; Wahrheit, Freiheit und das Rütteln an den Selbstverständlichkeiten der Welt, der Normen und Werte der Kultur sind seine Motive; als Anarchisten, Gegenteiler, Widerstandsfigur und Revolutionär mag man ihn bezeichnen. Und all das verpackt er in Humor und Witz. Oder sagen wir es mit anderen Worten: »Sie stehen mit dem Rücken zu der Richtung, in die das bürgerliche Individuum läuft. Für sie gibt es keine logische Voraussicht«
Es lässt sich nun die These wagen, dass der Clown in seiner reinsten und ursprünglichsten Form einer menschlichen Utopie entspricht. Nämlich jener Utopie der wahren Freiheit, die gespeist wird von dem menschlichen Bedürfnis nach Freisetzung aus Zwängen und Anpassung. Und jener Utopie der wahren Individualität, die das Sehnen nach Einzigartigkeit und das Sichtbarwerden in einer anonymen Masse meint.
So schließe ich mit der Frage:Wollen wir nicht alle ein bisschen Clown sein?
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Clownsspuren
von Jasmin Sidki
Endlich ist es raus: Clowns sind nicht witzig. Clowns sind eigentlich eher nervig, wenn nicht sogar zum Fürchten. Das hat gerade zumindest die Sheffield Studie festgestellt, die Kinder im Alter zwischen 4 und 16 Jahren über die optische Gestaltung von Kinderstationen befragte. Danach gruselten sich viele vor den bildhaften Darstellungen der Clowns und wünschten sich lieber Bilder von Comicfiguren oder Fußballspielern an der Wand. Im ersten Moment können viele, wie auch ich, dies sicher bestätigen. Da kommen irgendwelche Typen daher, malen sich bescheuert an und machen schlechte Witze, oft auch auf Kosten anderer. So weit, so gut. Ein kleiner Zweifel, dass diese Meinung vielleicht ein bisschen zu kurzsichtig sei, weckt ein leises Interesse an dieser Gestalt. Und das wirft Fragen auf wie: Was ist das eigentlich - ein Clown? Was steht hinter diesem Begriff? Welcher Sinn und welche Bedeutung stehen damit in Verbindung? Irgendetwas muss es geben, das erklärt, warum die Figur des Clowns in der Philosophie, der Sozialwissenschaft und Ethnologie, wie natürlich auch in der Theater-, Kunst-, Film- und Literaturwissenschaft immer wieder auftaucht. Auch Walter Benjamin und Theodor W. Adorno befassten sich mit der Figur des Clowns. So bezeichnet Benjamin ihn als den »Meister der abstrakten Physis«. Und das Lexikon sagt über den Begriff Clown:
[klaun; englisch, »Tölpel«] Spaßmacher, Hanswurst; ursprünglich die lustige Figur in englischen Bühnenstücken der Shakespearezeit, in der sich seit Anfang des 19. Jahrhunderts Elemente der englischen Pantomime, der italienischen Harlekinade und der Akrobatik mischten; in Zirkus und Varieté entwickelten sich unterschiedliche Typen, z. B. Sprechclown, Dressurclown, Musikclown.
So ist dieser Artikel ein Versuch, den Spuren des Clowns zu folgen und ein bisschen mehr zu erfahren über diese vielfältige und widersprüchliche Figur:
Ur Spuren
Begriffsgeschichtlich hat das Wort Clown verschiedene Ursprünge. Nach einigen Quellen geht der Begriff auf die Manegenkomik zurück. Unter Claude der Bauer gab es im 18. Jahrhundert humoristische Kunstreiterparodien, die das Publikum belustigten. Aus dem französischen Wort für Bauer colon und dem Namen Claude soll durch eine Lautmischung der Begriff claune entstanden sein. Eine erste Reitparodie unter diesem Namen ist auf das Jahr 1817 zu datieren. Es wird angenommen, dass sich hieraus im Englischen das Wort Clown entwickelte, das sich später zu einer Bezeichnung für die Manegenkomiker auch in anderen Sprachen etablierte. Der Begriff colon stammt aus dem Lateinischen von colonus. Eine Wortbedeutung hierfür ist Kolonist, dessen Eigenschaften interessante Assoziationen aufweisen. Denn Neuland entdeckt der, der aus der überschaubaren und gesicherten Gemeinschaft auszubrechen vermag. Das Unbekannte, das Neue findet sich durch das Ausbrechen aus den altbekannten Normen und Regeln, dem Hinterfragen der Werte und Traditionen und dem Bruch mit dem Eigentlichen.
Eine weitere etymologische Erklärung des Begriffs Clown weist auf den Ursprung im Theater zur Zeit von Shakespeare hin und teils Früher. Der Begriff Clown stand hier bereits schon um die Mitte des 16. Jahrhunderts für eine komische Bühnenfigur. Man denke an Shakespeares Sommernachtstraum und die darin auftauchende lustige Truppe von Handwerkern, in Hamlet an die Totengräber oder an den Spaßmacher Lancelot Gobbo im Kaufmann von Venedig.
Wieder andere Quellen verweisen auf das spätmittelalterliche England, wobei der Clown als Synonym für eine alltagssprachliche und abfällige Bezeichnung von Personen steht, deren Verhalten nicht den damaligen Vorstellungen entsprach. Im Deutschen ist dies gleichzusetzen mit dem Begriff Tölpel oder Bauerntrampel. Daraus soll sich später der Oberbegriff für Schauspieler entwickelt haben, die auf der Bühne versuchen, durch rüpelhaftes Verhalten Komik gezielt herbeizuführen. Daraus begründet sich die Bezeichnung von Personen, Narren und lustigen Figuren als Clowns auf der Bühne und auch im alltäglichen Leben.
So weit die begriffsgeschichtlichen Ursprünge in Europa. Auch in anderen Kulturen finden sich clowneske Figuren. Doch ist dort die Rolle des Clowns nicht allein die eines Spaßmachers und Komikers, sondern er besitzt auch eine soziale Funktion. Das Infragestellen von Normen, das Durchbrechen von Regeln soll den Blick öffnen für das Andere, das Gegenteilige. Er stellt sich dem Heiligen und Unantastbaren gegenüber. Er steht für den Gegensatz, der ebenso Bestandteil einer gesellschaftlichen Einheit ist. Bei einigen Natur- und Stammesvölkern steht der Clown in Verbindung mit religiösen Ritualen. Chühü’wimkaya nennt man die Clowns der Hopi Indianer. Während der heiligen Tänze sorgen sie für Unruhe und Chaos, indem sie scheinbar den Verlauf des Rituals stören, respektlos das Heilige und Geistige verspotten und sich alle Freiheiten herausnehmen, um zu belustigen und anzuecken. Der Clown der Indianer mit all seinen vielfältigen Erscheinungsformen gilt als Gegenteiler zu den Stammesheiligen. Ihm kommt die Funktion zu, sich der religiösen Ordnung und den heiligen Würdenträgern entgegenzustellen, an der Stammesordnung zu rütteln und Verabsolutierung des Göttlichen entgegenzuwirken, Dabei betont er das Andere und die Wirklichkeit, die nicht nur den Regeln und Bestimmungen der Heiligen und Priester gehorchen. Er verweist das Geistliche auf den Boden der Realität, wendet sich gegen die Allmacht der Religion. Rituale und Zeremonien werden dadurch transparent gemacht. Denn auch sie sind nur von Menschen geschaffen worden.
In diesen Kulturen wird Ganzheit durch die gleichzeitige Existenz zweier Pole definiert – Gegensätze bilden eine Einheit, denn Dasein ist immer auch widersprüchlich. Oder anders gesagt: Die Gleichzeitigkeit von Würdevollem und Lächerlichem, von Humor und Ernsthaftigkeit ist die wahre Interpretation von Wirklichkeit. »Bei den Indianern«, so schreibt Anette Fried, »begegnen wir dem Clown in seiner ursprünglichsten Form«. Er will vor starrer Norm, Routine und Konformismus bewahren und an die Vielfalt und Lebendigkeit des Alltags erinnern. Das Lachen öffnet das Bewusstsein, reinigt und befreit die Seele und das Herz von Angst und Misstrauen.
Die historischen Spuren des Clowns lassen sich in Europa weniger bruchlos zurückverfolgen. Der Clown als Gegenteiler zu Heiligem, Herrschaft und religiöser Unberührbarkeit ist in der abendländischen Kultur um 1600 verschwunden. Noch um 1200 fand man während kirchlicher Rituale clowneske Figuren als Bestandteile dieser Prozesse. Auch findet man ihn in den frühmittelalterlichen Mysterienspielen als Darsteller der guten und bösen Seelen Verstorbener wieder, wo er mit seinem weißen Gesicht und roten Haar an die Darstellung des heutigen Clowns erinnert. Doch das narrenhafte Treiben und das spöttische Kratzen an Heiligem und Geistlichem, das Antasten von Tabus und Absolutionen, wurden in der westlichen Religion nicht geduldet und daher gründlich ausgerottet. Der klägliche Rest dieser Tradition ist der heutige Fasching.
Da unser kategorisches Denksystem eine Gleichzeitigkeit von Ambivalenzen wie Gut und Böse, Himmel und Hölle, Moral und Trieb, nicht zulässt, bleibt dem eigentlichen Clownsmotiv somit wenig Entfaltungsraum. So verließ der Clown die Bühne der religiösen Zeremonien und wanderte aus zum Theater, in den Zirkus und an die Höfe.
Komische Spuren
Dort trifft man ihn wieder als Hofnarr und als Narr und komische Figur im Theater, wo es ihm ebenfalls nicht allzu gut erging. Noch in William Shakespeares Dramen ist die Mischung aus Tragik und Komik, Humor und Drama, wie in den mittelalterlichen Spielen zu finden. Doch mit dem so genannten Hanswurst-Verbot wurde die komische Figur 1770 auch aus dem Theater verbannt. Begründet wird das durch die im Zuge der Aufklärung entstandene Trennung von Tragödie und Komödie. Die komische Figur wurde zu einer nicht gern gesehenen rüpelhaften Gestalt und zu niederer Kunst erklärt. Das Widersprechen und Hinterfragen der bestehenden Normen und Werte durch die Darstellungen des Clowns soll den belehrenden und wertgetreuen Spielen auf der Bühne weichen. Der Clown und seine großen Motive des Hinterfragens der bestehenden Regeln, Konformitäten, ja des Herrschenden und Mächtigen, das, was ihn als Anarchisten ausweist, wird hier immer weiter beschnitten. Die Komödie, wie wir sie kennen, hat durch diese Entwicklung viel an Glanz und Zauber verloren. So ist sie zu einem gesitteten Schauspiel geworden, worüber Anette Fried sagt: »Am ehesten erinnern noch die schrulligen Typen des Millowitsch, Ohnsorg und auf dem Komödienstadl an die lustige Person von einst. Clowns … ? Dazu fehlt auch hier das archaische, naturhafte und anarchische Element, eine urwüchsige Explosivkraft, die sich in Rede, Gebärde, Tanz und Gesang ekstatische Entäußerung verschafft. Witzig sind sie halt, die modernen Spaßvögel, aber von urtümlicher Komik oder gar Humor ist auf neudeutschen Schauspielbühnen und in Boulevardtheatern wenig zu spüren.«
Doch aller Ausrottungsversuche und Beschneidungen zum Trotz war der Clown nicht totzukriegen. An freien Bühnen, in Gauklertruppen und in Volksbräuchen fand er in den vielfältigsten Figuren Ausdruck. Vom Hanswurst zum Harlekin, von Columbina zu Franceschina und unter noch vielen weiteren Namen lebt die komische Figur weiter. Hier beginnt die Zirkuskarriere des Clowns. Der Vorläufer war, wie zu Beginn schon erwähnt, die Manegenparodie Claude der Bauer, woraus der Name Clown entstand. Ein wesentlicher Eckpfeiler in der Entwicklungsgeschichte des Zirkusclowns ist die Figur des Dummen August, eine Figur kreiert von Tom Belling und berühmt geworden im Zirkus Renz. Daraufhin erscheint Dummer August gemeinsam mit dem Weißclown oft in der Konstellation als komisches Paar. Diese Kombination entspricht einem Duo aus Lehrer und Kind, Dummen und Wissenden. Sie verkörpern Gegensätze, die eine Einheit bilden. Erinnert das nicht stark an das Clownsmotiv der Indianer? Versöhnung der Gegensätze, die Einheit des Seins ist es, was sie symbolisieren.
Sodann entstanden weitere vielfältige Formen des Clowns in der Manege wie der Teppichclown, der Zwischenakt-August, Entréeclown, Sprechclown, Akrobatikclown, Tierclown, Exzentrikclown usw., um nur einige zu nennen Doch war die Position des Clowns abhängig von seiner Leistung und den Publikumserfolgen. Die spielerische Kunst des Clowns im Zirkus stand somit unter dem Primat des Ökomischen. Einigen Akteuren gelang es dennoch zu wahren Größen der zirzensischen Manegenkomik zu werden. Zu nennen sind hier Oleg Popow (1930), die berühmten Fratellini (ca. 1877 – †1961), Joseph Grimaldi (1799 – †1837), Charlie Rivel (1896 – †1987) und der große Clown Grock (Adrian Wettach 1880 – †1959), dessen Nummer mit Stuhl und Geige noch heute als »nit möööglich« in Erinnerung ist.
End Spuren
Weiter geht es auf den Spuren des Clowns mit der Erfindung der bewegten Bilder, des Films, und beginnend mit dem Stummfilm. Komische Figuren aller Art lassen sich in der Stummfilmära und auch noch in den Anfängen des Tonfilms zuhauf finden. Der komische Film – der Slapstick –
bringt einige bis heute bekannte Größen hervor. Neben Harry Langdon, Ben Turpin und Harold Lloyd sind das Duo Stan Laurel und Oliver Hardy sowie die skandinavischen Komiker Pat und Patachon große Namen des frühen komischen Films. Natürlich allen voraus ist Charlie Chaplin (1889 – †1977). Er beeinflusste mit seinen Filmen einige clowneske Darbietungen und große Namen wie Charlie Rivel nannten ihn ihr Vorbild. Chaplin gilt als einer der unangenehmsten und politischsten Filmkomiker, was ihn zu einer Widerstandsfigur machte. Um es in Kurt Tucholsky’s Worte zu fassen, ist Chaplin »wie alle großen Komiker, ein Philosoph«. Doch nicht zu vergessen ist auch Buster Keaton (1896 – †1966), dem, als Gegenpart Chaplin´s, alles schief geht, was schief gehen kann. Auch Karl Valentin (1882 – †1948) ist in diesen Reihen zu nennen, der als einer der Bitterbösesten unter den Komikern galt.
Mit Aufkommen des Tonfilms kommen neue komische Figuren hinzu wie beispielsweise die Marx Brothers, Hans Moser, Jerry Lewis und Jacques Tati. Doch immer mehr verliert der Clown von seinem ursprünglichen Leitmotiv. Die Komödien werden sachlicher, Anstößigkeit wird vermieden. Moralisch vertretbar, aber farb- und leblos, von anarchistischem und archaischem Grundgedanken gesäubert, präsentieren sich die neuen Komiker des Films. Das Aus für den Clown und das Aus für die kritische Filmkomödie. Ab diesem Zeitpunkt verlieren sich die Clownsspuren im Sande.
Vereinzelt trifft man noch auf manch einen großen Akteur wie den Clown Dimitri, der bis heute erfolgreicher Solist ist und seine eigene Clownsschule in Verscio betreibt. Auch der Clown Galetti ist mit seiner Seilkunst ein grandioser Exzentrik- und Akrobatikclown. Doch eine wiederbelebende Bewegung der Clownskultur ist nicht in Sicht. Ein zunächst erfolgversprechend aussehender Versuch dieser Art waren die Clown-Power-Bewegung und das Fool-Theater initiiert durch Jango Edwards. Die Figur des Clowns erschien hier, befreit aus Manege und Beschränkungen durch die Bühne, als eine eigenständige Disziplin in einem freien Theatergeschehen. Leider wurden die Hoffnungen auf eine große Renaissance des Clowns zerschlagen. Zum einen da sich der Wirkungskreis nur auf eine bestimmt Fan-Gemeinde beschränkte, zum anderen da der enorme Andrang, gleich einer Modewelle, zu Unübersichtlichkeiten von Darstellern und Konzeptionen sowie zu unprofessionellen Aktionen führte. Auch das Fool-Theater wurde eher zu einem Freak-Theater, »in welchem der Freak-Zuschauer sich von seinem Freak-Clownsidol in seinen Vorurteilen bestätigen lässt« und somit eher reaktionistisch und mit aufgesetztem Anarchismus erscheint.
Mit dem Fall der Clown-Power-Bewegung Ende der siebziger Jahre blieb die Profession des Clowns in einer Krise zurück. Einige wenige Akteure wagen den Versuch einer Wiederbelebung der Clownskultur und Initiierung eines zeitgemäßeren Clowntypus, doch bis heute ist sein wahres Bild verwischt und eine Fortsetzung des Weges des Clowns wurde noch nicht geleistet.
Spuren Suche In Anbetracht dieser Entwicklung wundert es nicht, dass der Clown für tot erklärt wurde. Der Clown Dimitri konzipierte 1978 das Stück Il clown è morto, evviva il clown! und in dem TV-Film von Federico Fellini I clowns, wird ebenfalls der Tod des Clowns dargestellt. Das, was uns heute auf Bildern, in Unterhaltungsshows und anderen modernen Freak-Inszenierungen als Clown angepriesen wird, erinnert nur wenig an die großen clownesken Motive des Hinterfragens, Entgegensetzens und Wahrheitenaufzeigens. Clown ist also nicht gleich Clown!
Der Clown, wie er gerade vorgestellt wurde, ist heute nicht mehr oder kaum noch wiederzufinden. Was also ist er nun, der Clown? Es wird ihm mit Sicherheit Unrecht getan, wenn man ihn nur als witzige Gestalt betrachtet, mit der Funktion, das Publikum zu unterhalten. Der Clown ist mehr als Unterhaltungsdiener in der Zirkusarena und im Krankenhaus. Meist hat die Clownsfigur, wie wir sie kennen, wenig zu tun mit der ursprünglichen Idee einer anarchistischen, tabubrechenden Gestalt. Der heutige Clown ist nicht mehr als ein bis zur Unkenntlichkeit verwischter Rest einer großen Figur. So wundert es nicht, dass die Kinder aus der Sheffieldstudie eher mit Befremden die Clownsbilder an der Wand betrachten, wissen sie doch mehr über Comicfiguren als über jene komischen Gestalten.
Was also bedeutet nun der eigentliche Clown? Der Clown steht für eine Idee, ein innerseelisches Motiv und archetypische Grundzüge. Er blickt auf eine lange Geschichte zurück und findet sich in vielfältigen Kulturen wieder. Widerspruch und Gegensatz sind Aspekte der clownesken Taten; Wahrheit, Freiheit und das Rütteln an den Selbstverständlichkeiten der Welt, der Normen und Werte der Kultur sind seine Motive; als Anarchisten, Gegenteiler, Widerstandsfigur und Revolutionär mag man ihn bezeichnen. Und all das verpackt er in Humor und Witz. Oder sagen wir es mit anderen Worten: »Sie stehen mit dem Rücken zu der Richtung, in die das bürgerliche Individuum läuft. Für sie gibt es keine logische Voraussicht«
Es lässt sich nun die These wagen, dass der Clown in seiner reinsten und ursprünglichsten Form einer menschlichen Utopie entspricht. Nämlich jener Utopie der wahren Freiheit, die gespeist wird von dem menschlichen Bedürfnis nach Freisetzung aus Zwängen und Anpassung. Und jener Utopie der wahren Individualität, die das Sehnen nach Einzigartigkeit und das Sichtbarwerden in einer anonymen Masse meint.
So schließe ich mit der Frage:Wollen wir nicht alle ein bisschen Clown sein?
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